Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?
Bitte beachten: Falls Sie bereits einen Eintrag bei Zahnlabor.de haben, können Sie Sich im Forum mit Ihren bereits bekannten Logindaten einloggen.
25.Mai 2019, 18:56:21
Übersicht Hilfe Suche Einloggen Registrieren

+  Zahnlabor.de Forum
|-+  Alles rund um Zahn und Labor
| |-+  Azubis fragen Techniker (Moderator: oli)
| | |-+  HErausnehmbare Zahnspange
« vorheriges nächstes »
Seiten: [1] Nach unten Drucken
Autor Thema: HErausnehmbare Zahnspange (Gelesen 12546 mal)
Lydia
Gast
« am: 04.Februar 2009, 21:10:49 »

Hallo
Ich bin Lehrling im 3. Jahr und wir machen im PC-Unterricht grad Powerpoint präsentationen..ich hab mir ein Thema rund um die Zahnspange gewählt und wollte eigentlich mal wissen, wie man sie chronologisch herstellt?
Gewisse Teile kann ich mir zwar denken aber wie baut man dann die "Schraubdinger" ^^ ein...
freue mich auch Antwort
danke
Gespeichert
oli
Moderator
Foren Junior
*****
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 73


Profil anzeigen
« Antworten #1 am: 06.Februar 2009, 15:47:20 »

Hallo Lydia!
Schönes Thema hast Du Dir da rausgesucht...grins!
Also, dann fang ich mal an:
Nach dem Ausgießen und trimmen der Modelle macht man eine Modellanalyse im entsprechenden Kiefer. Hier wird die Länge und Breite des Zahnbogens nach Richt und Sollwerten bestimmt. Hierbei gibts verschiedene Meßpunkte im Kiefer (Mitte der vorderen Incisiven, tiefste fissuren der 4er und 6er, die in transversaler Richtung miteinander verbunden werden. Nach der Auswertung (z.B. mit dem Korkhausbesteck kannst Du die vorliegenden Disharmonien bestimmen). Soweit das Vermessen in Kurzform. Das Thema ist sehr komplex und würde hier den Rahmen sprengen. Wenn Du dazu noch mehr Infos haben möchtest, dann meld Dich wieder.
Nach der Vermessung biegt man die geforderten Halteelemente. Ich würde zuerst mit dem Labialbogen anfangen, danach alle anderen Klammern. Danach fixierts du alles mit Klebewachs.
Jetzt zu den "Schraubendingern..."
Die Schrauben sind vom Werk aus in eine Kunststoffumantelung gepackt und an der Unterseite mit einem kleinen "Knubbel" versehen. Du bohrst im Bereich der 4er/5er ein Loch in den Gips und steckst das KST-Ding rein und wachst es fest. Die Schraube sollte im Verlauf des Kieferkammes verlaufen. Das war schon alles!
Danach wässerst Du das Modell, wenn Du willst kannst Du auch isolieren.
Jetzt nimmst Du Deinen Streukunststoff und fängst an etwas Pulver aufzustreuen und mit Flüssigkeit zu benetzen. Das wiederholst Du bis die gewünschte Dicke erreicht ist. So verfährst Du bis Du alles dick genug aufgebaut hast. Auf die Schraube brauchst Du nicht weiter aufzupassen, die ist durch die KST-Ummantelung geschützt.
Danach in den Drucktopf, auspolimerisieren, ausarbeiten und polieren.
Ganz einfach, oder...Huh
Wie gesagt, wenn Dich das jetzt verwirren sollte oder Du noch Fragen hast-meld Ich bitte wieder!
Gruß Oli
Gespeichert
hordeotech
Fortbildungen
Foren Junior
*
Offline Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 35


Profil anzeigen WWW
« Antworten #2 am: 14.Februar 2009, 17:02:47 »

Nur ein paar Ergänzungen:
Diese Beschreibung passt auf die normale (Quer-,Transversal-)Dehnschraube, die die häufigste ist. Wenn der Kiefer zu schmal ist ... wobei der Unterkiefer offiziell nur so lange als „dehnbar“ gilt, bis die bleibenden Eckzähne erscheinen. Beim weicheren Oberkiefer geht es auch später noch, jedoch langsamer.
Um alle Zähne zu einem vollständigen Gebiss einreihen zu können, muss man ihnen beizeiten Platz gewinnen. Mit 2 dieser Schrauben kann man auch beengte Eckzahn-Lücken öffnen (das sieht man meist schon ohne Vermessung), indem man sie hinter diesen Lücken anbringt. Die obere Platte wird dann Y-förmig geteilt und Y-Platte genannt.
Oder wenn die Eckzähne schon beengt erschienen sind, was jedem Laien auffällt, hat sich früher eine Variante bewährt, die Z-Platte genannt wird und die die 2 Schrauben weiter hinten hat. So wird der Platz überwiegend durch Streckung gewonnen – eine Alternative zu hässlichen und schmerzhaften Außenspangen (Headgear) sowie so festsitzenden Einbauten, die ein Hygieneproblem und keine Kassenleistung wären.

Weiterhin gibt es kleinere und speziellere KFO-Schrauben, mit denen sich die Leistungsfähigkeit der Platten weiter steigern lässt. Z.B. kann man einwärts stehende Schneidezähne (typisch bei Deckbissen) mit einem Schraubsegment vor schieben („protrudieren“).
Sowie Fächerdehnschrauben, 3-Wege-Schrauben (Bertoni-Schrauben), Einzelzahnschrauben und Zugschrauben zum Schließen von Lücken.
Mehr Info auf meiner Webseite (in der kleinen Weltkugel).
Viele Grüße,
hordeotech
Gespeichert
Seiten: [1] Nach oben Drucken
« vorheriges nächstes »
Gehe zu:


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

  Powered by SMF | SMF © 2006, Simple Machines